Standort, Radius & Remote: So funktionieren Sichtbarkeit und Matching
Der Standort einer Stelle ist mehr als nur eine Adresse auf der Karte. In catchHR beeinflusst er zwei entscheidende Bereiche:
- Das Matching (Intern): Wen schlägt KIRA als passend vor?
- Die Sichtbarkeit (Extern): Wo und wem wird die Stelle auf Jobbörsen angezeigt?
Hier erfährst Du, wie die Logik hinter Arbeitsorten, Radien und Remote-Suchregionen funktioniert.
1. Der Arbeitsort: Stadt oder Adresse?
Bei den Arbeitsmodellen Vor Ort, Hybrid und Außendienst benötigt das System einen festen Ankerpunkt.
- Was muss ich eingeben? Es reicht, wenn Du die Stadt (z. B. "Hamburg") eingibst. Du kannst aber auch eine konkrete Adresse (Straße, Hausnummer) hinterlegen.
- Wofür wird das genutzt?
- Google for Jobs & Jobbörsen: Nutzen die Koordinaten, um die Stelle Bewerbern in der Nähe anzuzeigen.
- Pendelzeit-Berechnung: KIRA prüft, wie weit ein Kandidat vom Arbeitsort entfernt wohnt und bezieht dies in das Matching ein.
2. Der Suchradius: Wer passt zur Stelle?
Wenn Du eine Stelle erstellst, ist standardmäßig ein Suchradius von 50 km eingestellt. Diesen kannst Du flexibel vergrößern oder verkleinern, je nach Präferenz.
Interner Einfluss (Matching)
Für KIRA ist der Radius eine harte Grenze für das Screening.
- Beispiel: Du stellst 50 km ein. Ein perfekter Kandidat wohnt 120 km entfernt.
- Folge: KIRA wird diesen Kandidaten im Bereich "Organisatorisches" schlechter bewerten (außer er ist umzugsbereit), da die Pendelstrecke als kritisch eingestuft wird.
Externer Einfluss (Jobbörsen)
Hier kommt es oft zu Missverständnissen: Wir übermitteln Deinen Radius an externe Jobbörsen, aber nicht alle nutzen ihn.
- Viele Plattformen (wie Indeed, LinkedIn, StepStone) haben ihre eigenen Algorithmen.
- Es kann passieren, dass Deine Stelle auch Kandidaten angezeigt wird, die 60 km oder 80 km entfernt wohnen, weil die Jobbörse dies noch als "im Einzugsgebiet" definiert. Darauf hat catchHR technisch keinen Einfluss. KIRA berücksichtigt beim Screening trotzdem weiter den Suchradius der von dir konfiguriert wurde.
3. Remote & Suchregionen
Das Arbeitsmodell Remote funktioniert anders, da es keinen physischen Schreibtisch gibt. Anstatt eines Ortes definierst Du eine Suchregion.
- Logik: Du gibst z. B. "Deutschland" oder "Bayern" an.
- Dynamischer Radius: KIRA nutzt hier keinen festen Kilometer-Radius, sondern sucht intelligent in der gesamten definierten Region nach passenden Talenten.
Das "Hauptstadt-Phänomen" auf Jobbörsen
Vielleicht hast Du Dich schon gefragt: "Warum wird meine deutschlandweite Remote-Stelle auf StepStone als 'Berlin' angezeigt?"
Das liegt an der technischen Struktur vieler klassischer Jobbörsen. Diese basieren oft noch auf Postleitzahlen und Städten.
- Wenn wir "Deutschland" (Remote) an die Börse senden, verlangen viele Portale zwingend eine "Stadt" als Pflichtfeld.
- In diesen Fällen setzen die Portale automatisch die Hauptstadt (Berlin) oder den Hauptsitz der Jobbörse als Platzhalter.
- Wichtig: Im Anzeigentext steht natürlich weiterhin "Remote", aber der Such-Pin auf der Karte landet oft in Berlin. Dies ist ein Branchen-Standard und kein Fehler in catchHR.